Gedenken der Kriegstoten

Die Gedenkfeierlichkeiten am Volkstrauertag konnten wegen Corona nicht in dem Maße stattfinden wie sonst. Dennoch wurden an drei Stellen in Erkelenz Kränze niedergelegt: Am Lambertiturm, am Ehrenmahl auf dem Friedhof an der Roermonderstraße und an der Bunkergrabstätte Anton-Raky-Allee.


Kranzniederlegung am Lambertiturm

Am Lambertiturm, dem „Mahnmal der Gefallenen des Grenzlandes“ legte Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins, begleitet von Pastor Werner Rombach, Bezirksausschussvorsitzendem Klaus Steingießer und Christian Helpenstein, Brudermeister der Schützenbruderschaft „Unserer lieben Frau“, den Kranz nieder. Denn vor etwa 60 Jahren wurde der Lambertiturm auf Initiative des Heimatvereins der Erkelenzer Lande zum Denkmal für die Gefallenen des Grenzlandes erklärt. Eine Bronzetafel mit dem Bild des Erzengel Michaels erinnert daran. Seitdem gedenkt der Heimatverein hier am Volkstrauertag den Gefallenen des Grenzlandes, aber auch allen Opfern von Krieg und Gewalt in der Welt.

„Es ist wichtig, gerade in der heutigen Zeit immer wieder an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern, denn vergessen, was geschehen ist oder weltweit noch geschieht, wäre ein falsches Zeichen“, sagte Merkens und schloss in das Gedenken auch die Opfer der jetzigen Pandemie mit ein. Zuvor hatte auch Pastor Rombach auf die Bedeutung des Gedenkens und des Erinnerns hingewiesen und ein Gebet gesprochen.


Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof Roermonder Straße

Beim Ehrenmal auf dem Friedhof Roermonder Straße fand sonst nach einem Gottesdienst die Gedenkfeier statt, die in den Vorjahren unter anderem vom Musikverein, der Feuerwehr und den Schützen begleitet wurde. In diesem Jahr betete Klaus Steingießer allein ein „Vater unser“ vor den Kränzen von Stadt, Sozialverband VDK Ortsverband Erkelenz und Volksbund Deutschen Kriegsgräberfürsorge e.V.

„Durch das irrwitzige Menschenbild und das Großmachtstreben im sogenannten dritten Reich wurde ganz Europa und Nordafrika in einen furchtbaren Krieg gezogen, in dem viele Millionen Menschen in Gefangenenlagern, Konzentrationslagern, auf den Schlachtfelder und in den Städten und Gemeinden der Länder Europas gestorben sind. Drei Gedenkstätten in Erkelenz-Stadt erinnern an diesen unsäglichen Krieg. Diese mahnen uns immer wieder daran, alles zu tun, dass so etwas nie wieder geschehen möge. Leider spricht die täglich über uns hereinbrechende Nachrichtenflut eine ganz andere Sprache. Daher sind wir doppelt aufgerufen auch in der Pandemie mit den starken Kontaktbeschränkungen die Erinnerung und das Bewusstsein aufrecht zu erhalten. 

Ganz besonders möchte ich in diesem Jahr auf das Bunkergrab hinweisen. Hier gedenken wir ganz besonders der Zivilbevölkerung, die in den heutigen brutalen Kriegen immer stärker betroffen ist. Ganze Städte und Landschaften werden zerstört. Wenn die Menschen nicht an den direkten Kriegseinwirkungen sterben, dann folgen anschließen Wohnungsnot, Hungersnot, Vandalismus und Armut. Diese Folgen der Kriege werden immer wieder übersehen“, so Steingießer.


Kranzniederlegung am Bunkergrab
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