Jüdische Friedhöfe im Kreis Heinsberg

Sieben jüdische Friedhöfe sind im Kreis Heinsberg verzeichnet:  in Erkelenz, Schwanenberg, Gangelt, Geilenkirchen, Heinsberg, Randerath und Wassenberg. Um deren Grabsteine vor Verwitterung und vor antisemitischen Angriffen zu schützen und sie zumindest virtuell für die Zukunft zu sichern, wurden sie in die Datenbank „epidat“ des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts aufgenommen. Dadurch sind sie nun neben zahlreichen weiteren Grabmalen jüdischer Friedhöfe online für interessierte Personen aus Wissenschaft und Forschung, aber zum Beispiel auch für Familienangehörige weltweit zugänglich.

Zur offiziellen Freischaltung dieser Internet-Datenbank der Grabsteine auf den jüdischen Friedhöfen des Kreises Heinsberg lädt der Arbeitskreis „Route gegen das Vergessen“ des Heimatvereins der Erkelenzer Lande e.V. ein. Geplant sind unter anderem zwei Vorträge: Anna Martin vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut wird die Datenbank „epidat“ vorstellen und eine Einordnung der jüdischen Friedhöfe des Kreises Heinsberg in die allgemeine Geschichte und die Entwicklung jüdischer Begräbniskultur geben. Im Anschluss wird Johannes Maximilian Nießen näher auf die Grabsteine der jüdischen Friedhöfe des Kreises Heinsberg eingehen. Er hat ehrenamtlich rund 222 Grab- und Gedenksteine im Kreis Heinsberg erforscht und dokumentiert.

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