Quartiersarbeit im Oerather Mühlenfeld

Von links: Herbert Standke (Presbyter), Birgit Evertz (Diakoniemitarbeiterin), Pfarrer Günter Wild, Antoinette Lauten (Amt für Kinder, Jugend, Familie und Soziales), Pfarrer Günter Jendges, Dr. Hans-Heiner Gotzen (Erster Beigeordneter Stadt Erkelenz) und Claus Bürgers (Leiter des Amtes für Kinder, Jugend, Familie und Soziales) berichteten über den Start der Quartiersarbeit im Oerather Mühlenfeld.

Das Oerather Mühlenfeld ist der „jüngste“ Stadtteil in Erkelenz, in dem viele Menschen verschiedener Altersgruppen eine neue Heimat gefunden haben. Die Lage, die Größe und die weitere Entwicklung des Stadtteils sind in Erkelenz besonders. Die Quartiersarbeit soll die Menschen, die hier wohnen zusammen bringen und unterstützen.

„Wir möchten nicht irgendwelche Angebote machen, die vielleicht gar nicht angenommen werden, sondern erst einmal schauen, was die Leute überhaupt wollen“, erklärt Diakoniemitarbeiterin Birgit Evertz und erläutert, dass zu diesem Zweck persönliche Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Oerather Mühlenfeldes geführt werden. „Wir wollen, dass die Leute sich beteiligen und aktiv werden“, so Evertz.

Möglichst viele Gespräche und zeitnahe Angebote
Um mit möglichst vielen Menschen in Kontakt kommen, wird in den nächsten Monaten eine Gruppe „Zuhörer“ der Evangelischen Kirchengemeinde bei Haustürbesuchen, Veranstaltungen im Wohngebiet oder auch nach Terminvereinbarung Gespräche führen, um möglichst repräsentativ die Anliegen, Ideen, Vorstellungen und Bedarfe der Menschen zu ermitteln.

Mit einem Treffpunkt für Senioren soll zeitnah ein erstes neues Angebot immer mittwochs nachmittags in den Räumlichkeiten des Kindergartens starten. Eine Anlaufstelle für Jugendliche ist schon vorhanden und soll weiter ausgebaut werden: In den wärmeren Monaten des Jahres kommen der Bauwagen des Kinderschutzbundes und das Spielmobil im Rahmen der aufsuchenden Jugendarbeit regelmäßig zum Mühlenplatz.

Zukunftspläne: Begegnungszentrum für das Oerather Mühlenfeld
„Zukünftig wird es nötig sein, eigene Räumlichkeiten für diese Angebote vorzuhalten. Deshalb ist es in Planung, bei der Erweiterung des Oerather Mühlenfeldes ein Begegnungszentrum an den neu zu bauenden Kindergarten anzugliedern. Die Förderanträge dazu sind eingereicht und wir sind guter Dinge, dass diese bewilligt werden“, erklärt Dr. Hans-Heiner Gotzen, Erster Beigeordneter der Stadt Erkelenz.

Auch die Pfarrer Günter Wild und Günter Jendges von der Evangelischen Kirchengemeinde sind sich einig, dass die vorhandenen Angebote von den Menschen im Oerather Mühlenfeld gut genutzt werden und die Quartiersarbeit hier sinnvoll angesiedelt ist. „Vereinsamung soll gar nicht erst auftreten und die Familien sollen das Gefühl haben, hier zuhause zu sein“, ergänzt Presbyter Herbert Standke und bedankt sich bei der Stadt Erkelenz für die Unterstützung der Quartiersarbeit, die nicht selbstverständlich sei.

Mitmachen und Termin vereinbaren
Gesprächstermine können mit Birgit Evertz von der Evangelischen Kirchengemeinde oder mit Antoinette Lauten vom Amt für Kinder, Jugend, Familie und Soziales vereinbart werden.

Weitere Informationen
Stadt Erkelenz
Antoinette Lauten, Telefon: 02431-85 330

Ev. Kirchengemeinde
Gemeindediakonie, Birgit Evertz, Telefon: 02431-960611
Jugendzentrum, Eva-Maria Sengalski, Telefon: 02431-960615 

Zu einem späteren Zeitpunkt, werden die gesammelten Themen öffentlich erörtert und die nächsten Schritte mitgeteilt. Auf diesem Weg soll es gelingen bürgernahe Angebote zu entwickeln, um das nachbarschaftliche und gute Miteinander der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern. „Wir wollen Strukturen stabilisieren, Netzwerke aufbauen und Bedarfe ermitteln. Und vielleicht können wir die Erfahrungen, die wir daraus gewinnen später auch für das weitere Stadtgebiet nutzen“, so Gotzen.

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