Hohe Auszeichnung für Feuerwehrkameraden

Bürgermeister Peter Jansen hob in seiner Dankesrede die besondere Bedeutung des Ehrenamtes in der Feuerwehr hervor. „Viele Menschen engagieren sich für andere, aber Feuerwehrleuten wird der höchste Einsatz abverlangt, den man eigentlich einem Menschen zumuten kann.“ Die Feuerwehr leiste Hilfe in vielfältiger Form. „Sie steht Menschen in besonderen Notfällen zur Seite, bekämpft Brände, schützt Menschen vor akuten Gefahren oder auch das Eigentum, rettet verunfallte Menschen und muss leider manchmal auch Tote bergen und wird doch oft in der Gesellschaft als gegebene Einrichtung wahrgenommen.“ Dieser Dienst sei jedoch alles andere als das. Vielmehr bedeute der Dienst in der Feuerwehr, „zu jeder Tages- oder Nachtzeit bereit und engagiert zu sein, seine Arbeit, seine anderen Hobbys und sogar die Familie zurück zu stellen und zum Einsatz zu eilen. Es bedeutet, sich mit seinen Fähigkeiten im Team der Kameradinnen und Kameraden nach vorgegebenen Regeln einzubringen und einzufügen.“ Dies gehe manchmal soweit, dass man zu Schaden komme oder sich besonderen Risiken aussetze. „Dieser Dienst ist und war nicht selbstverständlich“, betonte  Peter Jansen. Seinen Dank verband er mit der Hoffnung, dass die Geehrten auch weiterhin der Freiwilligen Feuerwehr verbunden bleiben und ein Beispiel für viele Jüngere sein mögen.

Der Dank galt auch den Partnerinnen und Partnern, die zugunsten des Ehrenamtes auf vieles verzichten müssen.

Der Leiter der Feuerwehr Erkelenz,  Helmut van der Beek, verband seine anerkennenden Worte mit einem Exkurs über die „Organisation Feuerwehr“ und hatte interessante Zahlen parat. 22.350 Feuerwehren mit etwa einer Million aktiven Wehrleuten gebe es hierzulande. „Auf etwa 80 Einwohner kommt ein Feuerwehrangehöriger.“ Damit sei Deutschland weltweit auf einem Spitzenrang. 95 Prozent der Feuerwehrleute seien ehrenamtlich organisiert. In den letzten Jahren habe sich das Einsatzspektrum von der Brandbekämpfung Richtung Technischen Hilfeleistungen extrem verschoben. Auch das Verhindern von Umweltschäden nehme breiten Raum ein. „Die Feuerwehr wird manchmal sogar als die größte Umweltschutzorganisation der Welt bezeichnet.“ Van der Beek nutzte die Gelegenheit, für den „freiwilligen und wichtigen Dienst  in der Feuerwehr“ zu werben.

 

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Die Auszeichnungen überreichten Wehrleiter Helmut van der Beek (2.v.r.), dessen Stellvertreter Klaus Peters, (l.), Patrick Pistel (r.) sowie Bürgermeister Peter Jansen und Dezernent Dr. Hans-Heiner Gotzen

(Foto: Stadt Erkelenz, F. Grates)

 


Die Geehrten

Mit dem Ehrenzeichen in Gold (35 Jahre) wurden ausgezeichnet: Norbert Peters und Heiner Haupts (beide Löschgruppe Hetzerath), Markus Holzweiler (Katzem), Albert Spieß, Josef Spies und Heinz-Peter Lambertz (Löscheinheit Golkrath-Matzerath).

Das Ehrenzeichen in Silber (25 Jahre) erhielten diese Kameraden: Carsten Deckers (Löscheinheit Schwanenberg), Marian Giesen (Löscheinheit Erkelenz), Adrian Lubberich und Michael Schmalen (Löscheinheit Hetzerath), Sven Schophoven (Löscheinheit Venrath), René Meißner (Löscheinheit Gerderhahn).

 

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Heiterkeit mit „Auftakt“

Aufgelockert wurde das Programm durch den Frauenchor „Auftakt“ unter Leitung von Anette Latour. Mit süffisant-heiteren Gesängen, vielsagender Mimik und einer kleinen Choreografie brachten die Sängerinnen das Publikum zum Schmunzeln, Lachen und Mitsingen.

 


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Der Ehrung, die jährlich Mitte Dezember stattfindet, wohnen traditionell viele Vertreter der Stadt und der Politik bei. Diesmal waren sie besonders zahlreich vertreten.

 



Infobox

Zwei neue Stellen sollen im Bereich Feuerschutzwesen bei der Stadt geschaffen werden, um die eigene Ausbildung von Feuerwehrleuten zu fördern. Die finanziellen Mittel sind im städtischen Haushalt 2019 eingeplant, dem der Stadtrat mehrheitlich in der letzten Sitzung dieses Jahres zugestimmt hat.

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