Kohlekommission: Zwischenfazit für Erkelenz und die Region

Aus dem Gebiet des Zweckverbands Tagebaufolge(n)landschaft  nahmen die Bürgermeister Peter Jansen (Erkelenz), Jürgen Frantzen (Titz) und Harald Zillikens (Jüchen) teil, die im Anschluss an Ronald Pofallas Vortrag mit Landrat Stephan Pusch und dem Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle über die zu erwartenden Auswirkungen für die hiesige Region diskutierten.

„Nach den Aussagen vom heutigen Tag erscheint wichtiger denn je, dass die Anrainerkommunen gemeinsam abgestimmte Perspektiven für den zu erwartenden Strukturwandel entwickeln“, so der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen. Die Realisierung guter Ideen werde „vermutlich nicht an fehlender finanzieller Unterstützung aus Bundesmitteln scheitern“. Das Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit und Klimaschutz bewege derzeit viele Menschen in Deutschland und insbesondere in der vom Tagebau betroffenen Region, waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde einig. Insofern könne man der Aussage Pofallas zustimmen, dass es „in der teilweise viel zu kontrovers geführten Diskussion eigentlich kein richtig oder falsch geben könne. „Dass sich die Wirtschaft viel stärker als gedacht mit dem vorrangigen Ziel Klimaschutz befassen muss, ist mir heute aber auch sehr deutlich klar geworden“, betonte Peter Jansen.

Einig waren sich alle Gesprächsteilnehmer, dass in den nächsten Jahrzehnten immense Herausforderungen zu bewältigen seien. „Gut, dass wir uns im Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft zusammen aufgestellt haben, fasste Bürgermeister Jansen zusammen, was in den nächsten Jahren auf alle Beteiligten wartet: „Viel Arbeit für die Zukunft“.

Auch ein Fazit für Erkelenz nahm Jansen mit: „Vor 2030 wird nicht mit einer wesentlichen Veränderung des Abbaus hier vor Ort zu rechnen sein; aber dann kann es sehr schnell gehen“.

Aus dem Zweckverband wurde Ronald Pofalla die Aufforderung mit auf den Weg gegeben, das Thema Sicherung der Rekultivierung in die weiteren Beratungen der Kohlekommission einzubringen. Wenn die Bundesregierung den Forderungen aus dem Zwischenbericht nachkomme, so hatte Pofalla zuvor erläutert, werde im Schlussbericht im Dezember auch der  weitere Teil des Auftrags an die Kommission erfüllt. Mit anderen Worten: Der Schlussbericht wird dann Aussagen zu Szenarien für die Energieversorgungssicherheit auch für das Industrieland NRW und ein Szenario für den deutlich schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung beinhalten.

Der Zwischenbericht

Der Zwischenbericht der „Kohlekommission war am 24. Oktober in der Kommission einstimmig beschlossen worden und soll der Bundesregierung nach Einarbeitung einiger redaktioneller Änderungen in Kürze offiziell übergeben werden.

Landräte hatten eingeladen

Eingeladen zu der Veranstaltung mit Ronald Pofalla in Neuss hatten die vier Landräte aus den Kreisen Düren, Heinsberg, Rhein-Erft-Kreis und Rhein-Kreis Neuss. Neben den Bürgermeistern des Zweckverbandes nahmen auch weitere (Ober-)Bürgermeister aus der Region teil: Marcel Philipp (Aachen), Ralf Claßen (Aldenhoven), Sascha Solbach (Bedburg), Andreas Heller (Elsdorf), Rudi Bertram (Eschweiler) und Georg Gelhausen (Merzenich).

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