Musiknacht: gutes Ergebnis für Flüchtlingsarbeit

„Kultureller Hochgenuss mit schönem Ergebnis“, zog Dr. Hans-Heiner Gotzen, Erster Beigeordneter der Stadt Erkelenz, ein positives Fazit zur „sehr erfolgreichen vierten Erkelenzer Musiknacht“, die im Frühjahr rund 800 Besucher angelockt hatte. 8600 Euro sind als Erlös aus der Veranstaltung zusammengekommen. Das Geld wird auf zwei Institutionen aufgeteilt: 7.600 Euro fließen in den Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, in dem alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Aktivitäten gebündelt und von der Integrationsbeauftragen Samira Meurer koordiniert werden. Verwaltet wird dieses Geld über die Walter-und-Elfriede-Meyer-Stiftung.

Eine Summe von 1000 Euro kommt dem Verein „Willkommen in Erkelenz“ (WiE) zugute, der das Geld für das Projekt „Spaß und Kultur“ verwenden wird, wie Maria Reinfarth erläuterte. Mit einem Team von sechs Ehrenamtlichen kümmert sich die pensionierte Sonderschulpädagogin um junge Geflüchtete. Aktuell werden sechs Jungen und ein Mädchen betreut, die allesamt die Gemeinschaftshauptschule Erkelenz besuchen. Ihr Anliegen sei es, den Jugendlichen „einen Schutzraum zu bieten, ihre Persönlichkeit zu stärken und sie mit unserer Kultur vertraut zu machen.“  Das gelinge über die verschiedenen Aktivitäten. So stehen gemeinsames Kochen, Spielen, Basteln und Ausflüge auf dem Programm. „Unsere Schützlinge beherrschen mittlerweile auch sehr gut die deutsche Sprache in Wort und Schrift“, so Maria Reinfarth.

 

„Die Idee ist es wert, zu sponsern“

Dr. Gotzen dankte Fred Feiter, dem Hauptorganisator für sein „unermüdliches Engagement“, und den Sponsoren, die „nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch ihre Räume zur Verfügung gestellt und so für das besondere Flair gesorgt haben.“ Ohne Sponsoren sei „eine Veranstaltung in dieser Qualität nicht möglich, betonte Dr. Hans-Heiner Gotzen. Den „Dank an die Organisatoren“ bekräftige Thomas Gissing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse. „Sie leisten die Arbeit, wir geben nur das, was wir können, das Geld. Allein die Idee ist es wert, zu sponsern. Der zweite Grund ist, Gutes zu tun.“ Patrick Beckers, NEW, betonte: „Die Musiknacht ist eine gute Veranstaltung für Erkelenz und den Kreis. Unsere Zusage für die nächsten Male steht natürlich auch.“ Wie Beckers kündigte auch Andrej Sorich von der Volksbank die weitere Unterstützung an: „Wir sind der Region verpflichtet. Wir machen weiter mit und stehen der Sache auch nicht im Wege, wenn es mal 1000 Besucher werden sollten“, und er bezog sich dabei schmunzelnd auf die von Fred Feiter zuvor ausgegebene Zielmarke für die Zukunft.

 

Hätzblatt und Bigband

Feiter stellte fest, „dass es schön ist, die musikalische Vielfalt zu zeigen, die die Stadt zu bieten hat“. Das solle auch 2019 weitergehen. So sind musikalische Kooperationen geplant, „die es so noch nicht gibt“. Er kündigte unter anderem die Band Hätzblatt mit der Bigband des Cusanus-Gymnasiums an.

 

Die Erkelenzer Musiknacht

2015 fand zum ersten Mal die Musiknacht statt. Vielfältige Musikstile an ungewöhnlichen Orten und das alles für den guten Zweck, lautete das Konzept. Die Idee hatte Fred Feiter, der bei der Kultur GmbH, der Kreissparkasse Heinsberg, der Volksbank Erkelenz (heute Mönchengladbach) und der NEW AG auf offene Ohren und die Bereitschaft zur Unterstützung stieß. Der seinerzeit frisch gegründete Verein „Willkommen in Erkelenz“ wurde mit ins Boot geholt. Auch in vierter Auflage hat die Veranstaltung nichts von ihrer Attraktivität verloren. Hunderte Menschen pilgerten an dem Abend zu den verschiedenen Konzerten, trafen sich zu Geselligkeit und gemeinsamen Musikgenuss.

 

Bild: Stadt Erkelenz (Friederike Grates)

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