Virtuelles Heimatmuseum ist eröffnet

„Dieses virtuelle Museum gestaltet Zukunft, indem Vergangenes erlebbar gemacht wird“, erklärte Dr. Hans-Heiner Gotzen, Erster Beigeordneter der Stadt, bei der Eröffnung.

Die Freischaltung des Internetmuseums war für alle Beteiligten ein großer Moment, vor allem für das Redaktionsteam, bestehend aus Heike Vogt, Wolfgang Lothmann und Bernd Finken. Gotzen dankte allen für „das große ehrenamtliche Engagement, das in diesem Projekt steckt.“

„Das Virtuelle Museum der verlorenen Heimat“, lautet der volle Titel, den der Heimatverein ganz bewusst gewählt hat. „Denn es geht um Orte, an die später nie wieder jemand zurückkehren kann“, sagte Günther Merkens, Vorsitzender des Vereins. Den Ort Keyenberg kann der Besucher des Museums auf unterschiedliche Weise erkunden. Er kann sich beispielsweise in einer 360-Grad-Ansicht durch den Ort bewegen und überall dort, wo ihm digitale Informationen angeboten werden, diese abrufen. Das können Sachtexte sein oder Geschichten über Menschen, Gebäude und Gewerbebetriebe. Grafiken stehen ebenso zur Verfügung wie Animationen, Videos, Zeitleisten, Karten oder Panoramaansichten. Der Museumsbesucher kann sich aber auch direkt einem Themenbereich zuwenden, der ihn besonders interessiert. Auch hier findet er eine Vielfalt an Inhalten und Darstellungsvarianten.


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Foto: Helmut Wichlatz

Gemeinsamer Klick -  „Das Museum ist eröffnet“ - und die Beteiligten freuen sich (v.l.): Bernd Finken, Wolfgang Lothmann, Günther Merkens, Elmar Bransch (Fa. Minkenberg) und Heike Vogt



 

Wie alles begann

Vor rund drei Jahren begann alles mit einer Idee. Der Heimatverein, zu dessen Kernzielen die Bewahrung von Heimat und Geschichte gehört, suchte nach Möglichkeiten, für diejenigen Orte, die durch den Tagebau unwiederbringlich verloren gehen, eine Erinnerungsstätte schaffen. Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Professor Helmut Brall-Tuchel entwarf man die Idee, hierfür das Internet zu nutzen. Schnell bildete sich im Heimatverein ein Arbeitskreis, der ein erstes inhaltliches Konzept entwarf. Einig war man sich, dass mit Keyenberg begonnen werden sollte, weil dieser Ort noch existiert, aber in nicht allzu ferner Zukunft durch den Tagebau unwiederbringlich verschwunden sein wird. Das Unternehmen Minkenberg Medien und Kommunikation aus Heinsberg, setzte die Ideen professionell um. Geplant wurde auch sofort die spätere Ausweitung des Museums auf das gesamte Stadtgebiet. Geldgeber und weitere Ideengeber waren bald gefunden, und das Projekt wird zudem von der NRW-Stiftung gefördert.

 

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Foto: Helmut Wichlatz

Zur Eröffnung waren neben den Mitgliedern des Museumsarbeitskreises auch Förderer und Unterstützer sowie Landrat Stephan Pusch und die beiden Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle (CDU) und Stephan Lenzen (FDP gekommen.

 

 

Zitiert…

Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg: „Das Virtuelle Heimatmuseum kann dabei helfen, Heimat als Gefühl zu erhalten, auch wenn diese für den Braunkohlentagebau verloren gegangen ist. Der Mensch braucht etwas, an das er sich festhalten kann. Dazu kann dieses Museum dienen.“

Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins: „Unser Virtuelles Museum wird nie fertig sein, es wird immer Ergänzungen und Erweiterungen geben.“

Wolfgang Lothmann, Museumsarbeitskreis: „Die Möglichkeiten, die wir noch haben, sind unbegrenzt. Beispielsweise werden wir Dörfer zu ihrem neuen Umsiedlungsstandort begleiten.“

Harry Voigtsberger, NRW-Stiftung: „Der innovative Ansatz dieses Museums ist, dass es die verlorene Heimat erhält. Dabei hilft die NRW-Stiftung gerne. Bei diesem Virtuellen Museum handelt es sich um ein Pilotprojekt für andere Regionen und Museen. Ich wünsche ihm viele Nachahmer.“

Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg (Sponsor): „Mit diesem Museum wird regional Bedeutsames erhalten für eine Stadt, von der eine Reihe von Dörfern für den Braunkohlenabbau für immer verloren geht.


Hier gelangen Sie zum virtuellen Museum.

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