Gedenkstein für Pesch

Hermann-Josef Felten eröffnete die feierliche Enthüllung des Gedenksteins im Pescher Kamp mit bewegenden Worten. Die Idee zum Stein kam von Erich Niemela und Gisela Berger hatte extra ein Gedicht verfasst und trug es mit zittriger Stimme vor. Auch nach Jahren zeigten sich die ehemaligen Pescher betroffen vom Schicksal ihres Ortes, obwohl sie in ihrer neuen Nachbarschaft gut angekommen sind. Bürgermeister Peter Jansen freute sich deshalb, dass mit dem neuen Gedenkstein die Erinnerung erhalten bleibt und mahnte, dass man die Schicksale der Menschen nicht vergessen dürfe. „Wer seine Heimat verliert, soll wenigstens einen Gedenkstein haben.“

Der Hintergrund

Da Pesch mit damals 96 Einwohnern und ebenfalls Lützerath siedlungssoziologisch und infrastrukturell eng mit Immerath verknüpft waren, kam nur eine gemeinsame Umsiedlung der drei Orte in Betracht. Einem Teil der Bürgerinnen und Bürger aus Pesch war die Zeit bis zur gemeinsamen Umsiedlung aufgrund der mit dem heranrückenden Braunkohlentagebau verbundenen Belastungen zu lang. Deshalb wurde mit der Planung und Entwicklung eines kleinen Wohnstandortes in unmittelbarer Nachbarschaft zum späteren Umsiedlungsstandort die Möglichkeit eröffnet, bereits kurzfristig umsiedeln zu können.

In einer Bürgerversammlung am 21. Januar 2003 bot die Stadt Erkelenz in Zusammenarbeit mit RWE Power den von der Umsiedlung betroffenen Bürgerinnen und Bürgern aus Pesch Grundstücke in Kückhoven zu den Bedingungen wie am Umsiedlungsstandort für Immerath-Pesch-Lützerath an.

Es war vorgesehen, einen Pescher Wohnstandort an der Katzemer Straße um einen kleinen Wohnhof unmittelbar angrenzend an den Umsiedlungsstandort Kückhoven zu entwickeln. Erste baureife Grundstücke für die Umsiedlung in das Baugebiet „Pescher Kamp“ standen 2004 zur Verfügung. Mit der ersten Baumaßnahme wurde 2006 begonnen.

Heute sind 15 Grundstücke in dem Baugebiet westlich der Katzemer Straße mit Wohnhäusern bebaut und bilden eine kleine Nachbarschaft, deren sozialer räumlicher Mittelpunkt der kleine Wohnhof bildet an dem nun der Gedenkstein für die Umsiedlung der Ortschaft Pesch aufgestellt ist. Den Platz für den Gedenkstein stellte die Stadt Erkelenz zur Verfügung, RWE kümmerte sich um den Findling und die Nachbarschaft besorgte die Plakette.

 

Gedenkstein Pesch Findling.jpg

von links: Bürgermeister Peter Jansen, Gisela Berger, Erich Niemela, Walter Felten und Hermann-Josef Felten aus der Nachbarschaft am Pescher Kamp sowie Erster Beigeordneter Dr. Hans-Heiner Gotzen und Thomas Kolbe von RWE Power.

 

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