Minister Wüst: kleine und große Schritte zur Verkehrsentlastung

Die Möglichkeiten zum Bau einer Umgehungsstraße L 364 n für Gerderhahn und Golkrath war das zentrale Thema, das den beim Gespräch in der Gerderhahner Mehrzweckhalle anwesenden Ratsvertretern beider Orte unter den Nägeln brannte. „Die Straße ist der schnellste Zubringer zur Autobahn“, sagte Peter London, der Vorsitzende des Bezirksausschusses Gerderath. Deshalb sei die Strecke durch Schwerlastverkehr stark befahren. „Und abends werden die Ortschaften zu Rennstrecken“, monierte Klaus Füßer, der Vorsitzende des Bezirksausschusses Golkrath. „Die Straße ist ein Nadelöhr“, erklärte Hans Vasters, Ratsmitglied aus Gerderhahn. „Alte Leute kommen kaum über die Straße, und der Ort ist über zwei Kilometer durchtrennt“.

„Beeindruckend“

Der Minister äußerte Verständnis für die Klagen („Die Situation ist beeindruckend.“), konnte aber keine schnellen Lösungen zusagen. „Klar ist, dass wir bis 2030 40 bis 50 Milliarden Euro in den Straßenbau investieren müssen.“ Der Landesbetrieb Straßen NRW sei personell massiv aufgestockt worden, „und wir kommen in großen Schritten voran.“ Dennoch brauche die Planung Zeit.

Bürgermeister Peter Jansen erinnerte an „eine Prioritätenliste des Landes, wonach die Landesstraße verlagert werden solle, „die jedoch vor Jahren  eingestampft worden ist.“ Sechs bis sieben Jahre seien dadurch verloren gegangen. „Dass jetzt die Themen wieder angepackt werden, freut mich sehr.“ Mit kleinen Zwischenschritten schon zeitnah etwas zu verbessern und dadurch ein Signal zu setzen, sei seine Bitte.

Braunkohlentagebau: auch verkehrlich planen

Thomas Schnelle ging abschließend auf den Braunkohlentagebau Garzweiler II und die dadurch erforderliche verkehrliche Planung ein. „Erkelenz ist die am meisten betroffene Stadt.“ Die Gründung des Zweckverbandes Tagebaufolgenlandschaft hob Schnelle als gutes Beispiel hervor, dass man hier „weit in die Zukunft denkt“. Man brauche aber auch Unterstützung. „Wir wollen nicht, dass Erkelenz vergessen wird.“

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Empfang mit offiziellem Charakter – der Eintrag in das Goldene Buch gehörte für den Minister (sitzend) natürlich dazu. Ihn umrahmten (von links): Klaus Füßer, Thomas Schnelle, Bürgermeister Peter Jansen, Peter London, Hans Vasters

 


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Thomas Schnelle überreicht Minister Wüst eine Erklärung zum Strukturwandel im Kreis Heinsberg.jpg

Eine „Erklärung zum Strukturwandel im Kreis Heinsberg“ überreichte Thomas Schnelle dem Minister am Ende des Besuches. Unterzeichnet ist die Erklärung von dem Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) sowie den beiden CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Heinsberg, Bernd Krückel und Thomas Schnelle.

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