Heimatministerin sichert Unterstützung zu

„Besuch aus Düsseldorf außerhalb von Wahlkampfzeiten“, begrüßte Bürgermeister Peter Jansen scherzhaft seinen Gast im Pfarrheim Holzweiler, bevor er in einem kurzen Vortrag die Themen umriss: Gestaltung der Tagebaurandregion, die Entwicklung der Dörfer am Tagebaurand und das aktuelle Verfahren zur Änderung des Braunkohlenplans, das in besonderem Maße Holzweiler betrifft. „Es geht um die Kunst, die großen, die mittleren und die lokalen Ebenen miteinander zu verknüpfen“, betonte Jansen. Er freue sich, dass die Führungsspitze des neu gegründeten Zweckverbands in fast vollständiger Stärke zu dem Treffen gekommen war. „Interkommunaler geht es nicht“, sagte er mit Hinweis darauf, dass im Zweckverband zwei Regierungsbezirke – Köln und Düsseldorf – sowie vier Kommunen – Mönchengladbach, Jüchen, Titz und Erkelenz - vertreten seien mit dem Ziel „gemeinsam die Region zu gestalten“.

Die Folgen des Tagebaus müssten abgemildert werden, und „die Menschen streben sichtbare Ergebnisse an.“ Mit besonderem Blick auf  die Ortschaft Holzweiler, die von der Änderung des Braunkohlenplans besonders betroffen sei, sei jetzt Planungssicherheit gefordert. „Die Menschen vertragen kein Hin und Her mehr.“

Unsicherheit bestehe auch hinsichtlich des in Holzweiler aktuell in Planung und in Venrath und Kaulhausen abgeschlossenen Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) und der weiteren Förderung von Projekten. Die Teilnehmer der Runde nutzten dann die Gelegenheit, um ihre Sorgen, Fragen und Wünsche loszuwerden.

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Ministerin Scharrenbach äußerte Verständnis für „die nicht leichte Situation“ und sicherte Unterstützung zu. Die Landesregierung stehe zur Leitentscheidung. Sie wolle Klarheit schaffen und den Menschen Antwort geben auf die Frage „Wann endet was?“ Es gelte, „vernünftige Perspektiven zu schaffen“. Maßnahmen der Dorfentwicklung könnten weiterhin gefördert werden, so die Ministerin. Jedoch sei dazu heute kein Konzept mehr erforderlich. „Die Förderung fließt nicht in ‚Papier‘, Projektanträge können direkt gestellt werden.“

 

Bestens vorbereitet

Die Ministerin hatte sich gut auf das Gespräch vorbereitet. Die Anreise hatte sie mit einer kleinen Rundfahrt über die Dörfer verbunden, die kennzeichnend für alle Themen stehen: Wanlo (Tagebaurandort, Mönchengladbacher Stadtgebiet),  Kuckum und Keyenberg (Umsiedlung) sowie Venrath und Kaulhausen (Tagebaurandorte, DIEK). Auch eine Vorbeifahrt an dem Lärmschutzwall bei Kaulhausen gehörte dazu. Begleitet und mit Informationen versorgt wurde sie dabei von Thomas Schnelle.

„Die Ministerin hat einen guten Eindruck gewonnen, von dem, was uns hier bewegt“, zog Bürgermeister Jansen ein positives Fazit.

 

Widmung im Goldenen Buch der Stadt Erkelenz

Abschließend nahm sich Ministerin Scharrenbach Zeit für Gruppenfotos und eine aussagekräftige Widmung im Goldenen Buch der Stadt: „Heimat zu haben, heißt Heimat zu gestalten. In Ihrer Heimat ist das auch mit Wehmut verbunden und doch: Sie nehmen die Gestaltung in Ihre Hände. Dafür danke ich im Namen der nordrhein-westfälischen Landesregierung und sichere Ihnen unsere Unterstützung für Ihre Heimat und Zukunft zu.“

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Gruppenbild mit Ministerin:
V.l.n.r.: Torsten Moll, Willy A. Weitz, Jorge Lale-Lopez (Holzweiler), Bürgermeister Peter Jansen, Dr. Gregor Bonin (Vorsteher Zweckverband), die Bürgermeister Jürgen Frantzen (Titz) und Harald Zillikens (Jüchen), Martin Heinen (Vorsitzender Verbandsversammlung Zweckverband)

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Die Vertreter aus Holzweiler und die Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle (links) und Stefan Lenzen (rechts)

 



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Eine „Erklärung zum Strukturwandel im Kreis Heinsberg“ überreichte Thomas Schnelle der Ministerin am Ende des Besuches. Unterzeichnet ist die Erklärung von dem Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) sowie den beiden CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Heinsberg, Bernd Krückel und Thomas Schnelle.

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