Klimaschutzwoche erfolgreich

„Meine Bilanz der ersten Erkelenzer Klimaschutzwoche fällt positiv aus“ erklärt Klimaschutzmanager Oliver Franz. „Die meisten Veranstaltungen wurden gut besucht, die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv, und durch die erhöhte mediale Präsenz ist die ein oder andere Anregung zum Klimaschutz aus der Bürgerschaft bei mir eingegangen. Für nächstes Jahr würde ich mir wünschen, dass weitere Akteure aus der Stadt sich beteiligen und ihre Ideen mit Aktionen und Veranstaltungsbeiträgen einbringen“

Rückblick auf die Klimaschutzwoche 2019 – auch auf youtube

Beratung zur Photovoltaik auf dem eigenen Dach stark nachgefragt
Über die Möglichkeiten und die Wirtschaftlichkeit einer eigenen Photovoltaikanlage informierte Energieberater Michael Berger von der Verbraucherzentrale, der sich über großen Andrang freute. Dabei wurde ganz konkret mit Hilfe des Solardachkatasters die Eignung der jeweiligen Immobilie abgeschätzt und anhand des Strombedarfs der Hauseigentümer die Wirtschaftlichkeit berechnet. Beim Vortrag am Abend in der Leonhardskapelle wurde dann mit den Teilnehmenden diskutiert, wie sich ein E-Auto am besten mit einer eigenen PV-Anlage kombinieren lässt.

Energieberatung

Auch weiterhin hat man Gelegenheit, sich beraten zu lassen. Michael Berger ist ab August der neue Energieberater der Verbraucherzentrale für Erkelenz und steht an jedem letzten Dienstag im Monat für eine kostenlose Beratung zur Verfügung. Terminvereinbarung über das Erkelenzer Rathaus unter Tel 02431/85-188 oder per E-Mail an energieberatung@erkelenz.de.

 

Der elektrische Erka-Bus

Der elektrische ErkaBus leise und sauber in Erkelenz unterwegs
Einen Nachmittag lang sorgte ein elektrisch betriebener ErkaBus auf seiner Testrunde durch die Erkelenzer Innenstadt für viele neugierige Blicke. Der vollelektrische Bus des türkischen Busherstellers Karsan ist mit Elektroantriebstechnik von BMW ausgestattet, wie Udo Winkens, Geschäftsführer der WestVerkehr GmbH erklärte. Bei einer Probefahrt konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger einen Eindruck verschaffen. Begeistert war man von  der leisen und emissionsfreien Fortbewegung, der bequemen Ein- und Ausstiegsmöglichkeit und der Innenausstattung.

Udo Winkens rechnet nach der erfolgten Förderzusage damit, dass der Bus zum nächsten Fahrplanwechsel ab 2020 im Regelbetrieb in Erkelenz fahren wird.

Bild: Bürgermeister Peter Jansen, WestVerkehr Geschäftsführer Udo Winkens und Klimaschutzmanager Oliver Franz mit dem elektrischen ErkaBus im Probebetrieb

 

Schüler des Cusanus-Gymnasiums informierten sich über erneuerbare Energien und nachhaltigen Konsum
Schon zum dritten Mal, aber erstmals im Rahmen der Erkelenzer Klimaschutzwoche, ging eine Klasse des Cusanus-Gymnasiums mit Klimaschutzmanager Oliver Franz per Fahrrad auf die sogenannte „Klimareise“.

 

Klimareise zur Fa. psm GmbH Co. KG

Erstes Reiseziel war die Firma psm GmbH Co. KG, einem Servicedienstleister der Windenergiebranche, wo die Reisegruppe von Geschäftsführer Ian-Paul Grimble und seinem Team herzlich empfangen wurde. Die Schülerinnen und Schüler lernten vor Ort jede Menge über erneuerbare Energien sowie über die vielfältigen Berufswege in diesem Bereich. Nach den anschaulichen Eindrücken im Leitstand, von wo aus Windkraftanlagen in ganz Europa überwacht werden sowie nach spannenden Erklärungen an einer ausgedienten Windenergieanlage und einer nachführenden Photovoltaikanlage, radelten die Schüler zur nächsten Station.

Beim städtischen Baubetriebshof wurde ein Blick auf die elektrischen Nutzfahrzeuge der Stadt geworfen und die Jugendlichen bekamen einen Eindruck über die vielfältigen Arbeitsfelder des Grünflächenamtes.

 

Letztes Reiseziel der Klimareise war der Naturkostladen Verde

Letztes Reiseziel war der Naturkostladen Verde, wo Inhaberin Eva Schöpfs ökologische Nahrungsmittel und nachhaltige Produkte des täglichen Bedarfs vorstellte. Bei einem kleinen Imbiss wurden die Vorteile biologischer, regionaler, saisonaler und unverpackter Produkte diskutiert und das eigene Konsumverhalten kritisch hinterfragt. Politiklehrer Alexander Bertholdt sowie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c zogen anschließend eine positive Bilanz und empfehlen anderen Schulklassen die Teilnahme an der erlebnisreichen Klimareise, die auch in den nächsten Jahren stattfinden soll.

 

Photovoltaikanlage der Sonnenschein eG öffnete ihre Pforten
Rund 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchten im Rahmen einer vom ADFC Kreis Heinsberg geführten Fahrradtour die Photovoltaik-Freiflächenanlage an der Ferdinand-Clasen-Straße. Die Anlage wird von der Bürgergenossenschaft Sonnenenergie eG betrieben und aktuell in einem zweiten Bauabschnitt erweitert. Ziel ist es, sauberen Strom durch aktive Bürgerbeteiligung zu erzeugen. Torsten Stoll, Vorstandsmitglied der Sonnenschein eG stellte den Besuchern die Anlage vor und beantwortete alle technischen, wirtschaftlichen und administrativen Fragen. Aktuell erzeugt die 2016 erstellte 750-kWp-Anlage 710 Megawattsunden sauberen Strom pro Jahr, nach der Erweiterung gehen Ende Juli dieses Jahres dann zusätzlich 580 kWp ans Netz. Damit werden jährlich rund 1,2 Millionen kWh von der Anlage erzeugt, die dann rund 400 Vier-Personen-Haushalte mit Solarstrom versorgen kann. Nach viel Input und interessanten Gesprächen setzten die Radler*innen ihre Feierabendtour mit dem Fahrrad fort.

 

Torsten Stoll erläutert den Besuchern die Photovoltaik-Freiflächenanlage

 

 




Erkelenzer Delegation diskutierte mit Niko Paech über nachhaltiges Wirtschaften

Erkelenzer Delegation diskutierte mit Niko Paech über nachhaltiges Wirtschaften
Der Postwachstum-Ökonom Niko Paech stellte in Mönchengladbach seine Vorstellungen der Gestaltung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise vor und diskutierte anschließend seine Thesen mit rund 200 Leuten im Publikum. Mit dabei waren eine Erkelenzer Delegation von 10 Personen, die sich mit dem Fahrrad unter Führung von Conny Boxberg vom ADFC Heinsberg auf den Weg gemacht hatten. Niko Paech zeigte auf, dass Klimaschutz und eine nachhaltige Wirtschaftsweise nicht allein durch die Umstellung auf grüne Technologien zu leisten ist, sondern eine generelle Umstellung des Wirtschaftssystems sowie der Lebensweise jedes Einzelnen erfordert. Dazu entwarf er das Modell einer „Ökonomie der Genügsamkeit“, die die Abkehr eines rein konsumorientierten Verhaltens sowie die Rückkehr zu regionalen Wirtschaftsformen in den Vordergrund stellt. Die anschließende Diskussion im Publikum wie auch die Gespräche auf der Rückfahrt zeigten, dass er damit einen starken Impuls gesetzt hatte, der niemanden unberührt lies.

 

Repaircafé

Im Repaircafé Erkelenz wurde gemeinschaftlich repariert – Leihladen in Vorbereitung
Beim außerordentlichen Termin des Repaircafés Erkelenz im Rahmen der Klimaschutzwoche war wieder das gesamte Team der ehrenamtlichen Fachleute in ihren orangen T-Shirts im „ jACk“ am Johannismarkt 5 vertreten, um beim Reparieren defekter Alltagsgegenstände zu unterstützen. Ob PC-Probleme, defekter Thermomix oder reparaturbedürftige Fahrräder. Es wurde erfolgreich geschraubt und instandgesetzt. Die Nachfrage war wie immer groß und die Stimmung bei gespendetem Kaffee und Kuchen gut.

Zusätzlich wurde an einem Stand im Außenbereich das Gespräch mit vielen interessierten Bürgern und Bürgerinnen gesucht und über den Leihladen diskutiert, der sich in der Gründungsphase befindet.  Hinter dem Erkelenzer Leihladen steckt die Idee, durch das Teilen und gemeinsame Nutzen von Gegenständen Ressourcen und Geld zu sparen. „Ein Projekt, das hervorragend in die Klimaschutzwoche passt“, so Klimaschutzmanager Oliver Franz. Aktive Mitgestalter für das Café sind gern gesehen. Interessenten melden sich bei Martin Henkel, Telefon 0179/6938563.

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