Richtfest für Kita und Begegnungszentrum

Genau sieben Monate nach dem ersten Spatenstich für das künftige Quartierszentrum im Oerather Mühlenfeld durfte Bürgermeister Stephan Muckel den symbolischen letzten Nagel in den fertigen Dachstuhl einschlagen. Beim Richtfest ging es auch sonst traditionell zu. Dank und Lob gab es für Planungsteam und Handwerk.

„Ein Richtfest ist eine ganz besondere Zeremonie, die wir gerne und bewusst bei einem solch bedeutsamen Bauprojekt feiern“, betonte Bürgermeister Stephan Muckel. „Das Besondere ist die Kombination aus Kita und weiteren Nutzungen durch Bürgerverein und der evangelischen Kirche und dass es sich um eines der aktuell größten Bauprojekte im Stadtgebiet handelt.“ Und eine dritte Besonderheit hob er hervor: „Die Planung wurde von der Stadt Erkelenz komplett in Eigenregie übernommen.“ Sein Dank galt daher dem Leiter des Hochbauamtes, Martin Fauck, für die Planung und seinem Team Nicole Iser und Norbert Moll (Ausführungsplanung und Bauleitung).

Der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg hob hervor, dass mit dem innovativen Raumkonzept den Bedürfnissen vieler Interessengruppen Rechnung getragen werde, um das Leben und die Gemeinschaft im Oerather Mühlenfeld positiv zu gestalten. „Hier wird nicht nur die größte Kita im Stadtgebiet für rund 100 Kinder gebaut, sondern auch eine Begegnungsstätte für die Bewohner*innen des Oerather Mühlenfeldes, die aktiv an der Gestaltung ihres sozialen Umfeldes und dem nachbarschaftlichen Miteinander mitwirken möchten.“

Die Einrichtung wird barrierefrei sein und die Beheizung erfolgt mit Erdwärme, die auch zur Kühlung im Sommer genutzt werden kann. Zudem sind Photovoltaik und Gründächer eingeplant. Ein echtes Modellprojekt, welches Mitte 2022 in Betrieb gehen soll.

Gute Vorarbeit braucht Zeit
Bereits im Juli 2022 soll das Gebäude nutzbar sein. Dafür begannen die Planungen bereits 2018, der Baubeschluss erfolgte rund zwei Jahre danach, wie der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg erläuterte. Es wurden Fördermittel beantragt, um die rund 3,2 Millionen Euro Baukosten aufzufangen. Bund und Land bewilligten insgesamt rund 2,8 Millionen Euro für das Projekt.

Durchdachtes Konzept und Platz für alle
„Das Konzept sieht vor, dass sich die fünf Gruppen der Kita fingerförmig zum Freigelände hin orientieren. Alle Gruppen sind als abgeschlossene Einheiten mit Gruppenraum und Gruppennebenraum, Sanitärräumen und einem kleinen Abstellraum geplant, die sich mit großzügigen Fenstern zum Außengelände öffnen“, erklärte Hochbauamtsleiter Martin Fauck bei einer Führung, die er den rund vierzig Gästen aus Politik, Rathaus und künftigen Nutzern spontan anbot. So bestaunte man das durchdachte Konzept mit Ruheräumen, einem offenen Spielflur mit abgegrenztem Essbereich, Küche und weiteren Nebenräumen. Der großzügige Mehrzweckraum, der als Bewegungsraum genutzt, aber auch bei größeren Veranstaltungen zum Spielflur hin geöffnet werden kann, macht diesen Teil der Kita komplett.

Ein separater Zugang ermöglicht die Nutzung des Mehrzweckraumes außerhalb der Betriebszeiten der Kita vom Quartierszentrum aus. Das Quartierszentrum selbst bietet im Erdgeschoss einen Vereinsraum, eine kleine Küche, einen Büroraum sowie eine barrierefreie Toilette. Im Untergeschoss des Quartierszentrums sind ein weiterer Raum zum Beispiel für Jugendliche, Toilettenanlagen sowie Abstellräume für Gruppen aus dem Quartier angeordnet. Im Untergeschoss nimmt auch die gesamte Technik des Gebäudes großen Raum ein. Dazu zählt vor allem die Wärmeerzeugung über eine Geothermieanlage, aber auch die Lüftungstechnik für den Mehrzweckraum.

 

Richtfest KiTa und Begegnungszentrum Oerather Mühlenfeld

Richtspruch, Nagel einschlagen, Schnäpschen trinken und Glas zerschmettern: die zu einem Richtfest gehörenden Traditionen wurden von den Zimmermännern Frank Stähr (l.) und Marvin Plum (r.) sowie Bürgermeister Stephan Muckel gemeistert. „Ein gutes Vorzeichen für den weiteren Bau“, freute sich der Bürgermeister.



Richtfest KiTa und Begegnungszentrum Oerather Mühlenfeld

 

 




Fotos: Stadt Erkelenz I. Wyes