Erneuerbare Energien 3

KLIMASCHUTZ

LEITBILD UND ZIELE

Ausgangssituation:

Gemäß dem 2010 beschlossenen Energiekonzept der Bundesregierung verfolgt Deutschland das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Primärenergieeinsatz um 50 % gegenüber 2008 zu senken, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf 60 % und den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 80 % zu erhöhen sowie die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 um mindestens 80 % zu reduzieren.

Der weltweite Klimawandel ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht zu leugnen, erste Auswirkungen sind bereits heute spürbar. Unabhängig davon, ob der Klimawandel und die tendenziell höhere Durchschnittstemperatur auf der Erde anthropogen, also vom Menschen verursacht, sind, gilt es gemeinsam den weiteren Ausstoß von Treibhausgasen zu bremsen.

Motivation und Begründung:

Die Stadt Erkelenz möchte das Energiekonzept getreu dem Motto „Global denken – lokal handeln“ durch die Entwicklung anspruchsvoller, ökologisch und ökonomisch sinnvoller und kommunaler Effizienzmaßnahmen sowie den Ausbau der Nutzung regenerativer Energiequellen unterstützen.

Das Thema Klimaschutz nimmt schon lange eine wichtige Rolle in Erkelenz ein. Durch den angrenzenden Tagebau, der zusehends auch das Gebiet der Stadt Erkelenz beeinflusst, sind die Bürgerinnen und Bürger von Erkelenz direkt von der heute vorherrschenden Energieversorgung betroffen.

Im Mittelpunkt aller Überlegungen und Aktivitäten stehen ein nachhaltiges Wirtschaften mit unseren Ressourcen und die Minimierung belastender Emissionen.

Die angestrebte Verbesserung der Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien sind schließlich zugleich als Wirtschaftsförderung für Stadt und Region zu verstehen – zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Steigerung der Lebensqualität.

Grundlage der kommunalen Klimaschutzpolitik in Erkelenz ist das am 16.12.2015 durch den Rat verabschiedete integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Erkelenz.  

Ziele:

Folgende Ziele werden angestrebt:


2013
2020
2030
PV (Anteil Gesamtpotenzial)
8,2%1
15%
25%
Wind
33,9 MW2+3 MW
+10 MW
Geothermie (Ersatz von Ölheizungen)
Basis
10%
25%
Sanierungsquote
0,8%
0,8%
1,5%
Verhältnis EEG-Stromerzeugung zu Stromvebrauch
30,8%
40,8%
57,5%
CO2-Emissionen [t/a]
395.500
389.500
377.000
Vermeidung durch EEG-Einspeisung [t/a]
25.000
36.900
57.800
Gesamteinsparung gegenüber 2013
25.000
42.900
76.300
Netto-Emissionen [t/a]
370.500
352.600
319.200
Netto-Einsparung im Vergleich zu 2013
100%
-10,8%
-19,3%

Kommunalpolitik allein wird die hierzu notwendigen Maßnahmen nicht umsetzen können. Sie kann jedoch durch eigenes vorbildhaftes Handeln sowie durch Stärkung eines entsprechenden bürgerschaftlichen Engagements durchaus einen bedeutenden Beitrag leisten.

Die Unterstützung von klimarelevanten Aktivitäten von Bürgern, Unternehmen und anderen Akteuren soll daher ausdrücklich unterstützt werden.


[1] 14,83 MW, laut EnergyMaps.info

[2] Laut EnergieAtlas NRW, Stand 25.10.2015

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