Baustart für größte Kita und Haus für Vereine

Die Planung des neuen Quartierszentrums wurde von der Stadt Erkelenz komplett in Eigenregie übernommen. Mit einem innovativen Raumkonzept soll den Bedürfnissen vieler Interessengruppen Rechnung getragen werden, um das Leben und die Gemeinschaft im Oerather Mühlenfeld positiv zu gestalten. „Ein echtes Erfolgsprojekt wird hier entstehen“, freute sich Bürgermeister Stephan Muckel. „Hier wird nicht nur die größte Kita im Stadtgebiet für rund 100 Kinder gebaut, sondern auch eine Begegnungsstätte für die Bewohner*innen des Oerather Mühlenfeldes, die aktiv an der Gestaltung ihres sozialen Umfeldes und dem nachbarschaftlichen Miteinander mitwirken möchten.

Ein Gewinn in jeder Hinsicht
„In Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde wird es  dort Angebote, Beratung und Begleitung für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren geben. Wichtig für ein gutes Gelingen ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem sehr aktiven und erfolgreichen Bürgerverein des Oerather Mühlenfeldes“, sagte der Bürgermeister. „Wir sind dankbar für das gute und konstruktive Miteinander.“

Die Nachfrage nach Grundstücken in Erkelenz ist groß. Vor allem junge Familien mit Kindern suchen hier ein Eigenheim und dann natürlich auch sozialen Anschluss. Vollständig barrierefrei ist das Quartierszentrum auf einer über 3.800 Quadratmeter Fläche bald ein Treffpunkt für alle. Der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen freut sich über das Projekt: „Die Errichtung eines Quartierszentrums erfolgt in Erkelenz erstmalig und kann richtungsweisend für zukünftige Baugebiete sein. Die Kombination mit einer Kita stellt für beide Einrichtungen eine Win-Win-Situation dar.“ Ein Novum für Erkelenz sei auch das Quartiersmanagement, das unter Federführung der Evangelischen Kirchengemeinde aufgebaut werden soll.

Gute Vorarbeit braucht Zeit
Bereits im Juli 2022 soll das Gebäude nutzbar sein. Dafür begannen die Planungen bereits 2018, der Baubeschluss erfolgte rund zwei Jahre danach, wie der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg erläuterte. Es wurden Fördermittel beantragt, um die rund 3,2 Millionen Euro Baukosten aufzufangen. Bund und Land bewilligten insgesamt rund 2,8 Millionen Euro für das Projekt. Schon im September 2021 soll der Rohbau fertig sein.

Durchdachtes Konzept und Platz für alle
„Das Konzept sieht vor, dass sich die fünf Gruppen der Kita fingerförmig zum Freigelände hin orientieren. Alle Gruppen sind als abgeschlossene Einheiten mit Gruppenraum und Gruppennebenraum, Sanitärräumen und einem kleinen Abstellraum geplant, die sich mit großzügigen Fenstern zum Außengelände öffnen“, erklärte Hochbauamtsleiter Martin Fauck. Ruheräume, ein offener Spielflur mit abgegrenztem Essbereich, Küche und weitere Nebenräume berücksichtigen alle Bedürfnisse einer Kindertagesstätte. Ein großzügiger Mehrzweckraum, der als Bewegungsraum genutzt, aber auch bei größeren Veranstaltungen zum Spielflur hin geöffnet werden kann, macht diesen Teil des Quartierszentrums komplett. Ein separater Zugang ermöglicht die Nutzung des Mehrzweckraumes außerhalb der Betriebszeiten der Kita vom Quartierszentrum aus.

Das Quartierszentrum selbst bietet im Erdgeschoss einen Vereinsraum, eine kleine Küche, einen Büroraum sowie eine barrierefreie Toilette. Im Untergeschoss des Quartierszentrums sind ein weiterer Raum zum Beispiel für Jugendliche, Toilettenanlagen sowie Abstellräume für Gruppen aus dem Quartier angeordnet. Schließlich befindet sich im Untergeschoss der Bereich für die gesamte Technik des Gebäudes. Dazu zählt vor allem die Wärmeerzeugung über eine Geothermieanlage, aber auch die Lüftungstechnik für den Mehrzweckraum.

Vertreter aus Verwaltung, Politik und Vereinswesen gemeinsam beim symbolischen „ersten Spatenstich“ für die neue Kita und das Quartierszentrum im Oerather Mühlenfeld


Vertreter aus Verwaltung, Politik und Vereinswesen buddelten gemeinsam beim symbolischen „ersten Spatenstich“.


Foto: Stadt Erkelenz / Grates