Ein Kunstwerk für den Kreisverkehr

Auf dem Kreisverkehr an der Brückstraße soll ein Kunstwerk errichtet werden, das an das ehemalige Brücktor erinnert. Künstler*innen sind aufgerufen, sich zur Teilnahme an einem Wettbewerb zu bewerben. Gelüftet wurde beim Pressegespräch das Geheimnis, wer dort bislang einen jahreszeitlich dekorierten Blickfang geschaffen hat.

Das ehemalige Brücktor befand sich einst in unmittelbarer Nähe zum heutigen Kreisverkehr. Nach den Beratungen in den politischen Gremien entstand die Idee, ein Kunstwerk mit historischem Bezug zum Standort schaffen.

Die Realisierung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren:

 1. Formlose Bewerbung
Alle am Entwurf und der Realisierung eines solchen Kunstwerkes interessierten Künstlerinnen und Künstler richten ihre formlose Bewerbung bis zum 15. Juli 2021 an:

 Stadtverwaltung Erkelenz
Erster Beigeordneter Dr. Hans-Heiner Gotzen

Johannismarkt 17, 41812 Erkelenz
oder per E-Mail an hans-heiner.gotzen@erkelenz.de

 Die Bewerbung sollte beinhalten:

  • Lebenslauf mit Aussagen über die bisherigen künstlerischen Tätigkeiten
  • Angaben über bisher realisierte Kunstobjekte im öffentlichen Raum

 

2. Vorauswahl durch Jury-Votum
Aus den bis zum 15. Juli 2021 vorliegenden Bewerbungen wird eine Jury maximal fünf Künstler auswählen, die aufgefordert werden, konkrete Gestaltungsvorschläge zu erarbeiten und verbindliche und nachprüfbare Angaben zu den entstehenden Kosten der Realisierung einzureichen. Hierfür wird ein Entgelt von 500,00 Euro gezahlt.

 

3. Entscheidung über eingereichten Vorschlag
Über die eingereichten Entwürfe und Unterlagen wird nach Vorberatung in der Jury der BZA Erkelenz-Mitte, der zuständige Fachausschuss, der Haupt- und Finanzausschuss und abschließend der Rat entscheiden, ob und wenn ja, welcher Vorschlag realisiert werden soll. Bei der Entscheidung werden folgende Wertungskriterien zugrunde gelegt:

  • künstlerische Gestaltung und Umsetzung des Themas „Erinnerung an das ehemalige Brücktor“,
  • Einbindung des Kunstwerkes in die Gesamtgestaltung des Umfeldes,
  • Nachhaltigkeit,
  • Beachtung der sich aus der Lage und dem vorhandenen Straßenausbau nebst den Leitungsführungen ergebenden technischen Vorgaben sowie Einhaltung des technischen, baurechtlichen und verkehrsrechtlichen Regelwerkes,
  • technische Realisierbarkeit
  • Verbindlichkeit des Angebots für die Realisierung und Einhaltung des haushaltsmäßig vorgesehenen Kostenrahmens  von 20.000 Euro

 

Der Jury gehören an:

  • Bürgermeister Stephan Muckel
  • Erster Beigeordneter und Kulturdezernent Dr. Hans-Heiner Gotzen
  • Technischer Beigeordneter Ansgar Lurweg
  • Tiefbauamtsleiter Bernhard Rembarz
  • Planungsamtsleiter Michael Joos
  • Vorsitzender des BZA Erkelenz-Mitte Bernd Kempe
  • Stv. Vorsitzender des BZA Erkelenz-Mitte Karl-Heinz-Frings

 

„Rentiere“ als Blickfang
Seit einigen Jahren kümmern sich inoffiziell und anonym einige Anwohner um eine jahreszeitlich wechselnde Gestaltung des Kreisverkehrs. Zwei hübsch dekorierte „Rentiere“ bilden immer einen attraktiven Blickfang, wie Bürgermeister Stephan Muckel betonte. Beim Pressegespräch lüftete er das bis dato gut gehütete Geheimnis, wer hinter dieser kreativen Aktivität steckt. Als Dankeschön ist geplant, dass das Dreierteam Eva Schöpfs, Silke Fleßner und Wiland Erbsch mit beratender Stimme in die Jury aufgenommen wird. Wiland Erbsch erklärte, dass es sich bei dieser Aktion ursprünglich um eine spontane Idee zur Verschönerung des spärlich gestalteten Kreisverkehrs handelte.  Eva Schöpfs freute sich, dass der Baubetriebshof die Rentiere ohne offizielle Kommunikation bei der Grünpflege beiseite nahm und wieder aufstellte. Der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen machte klar, dass die Frage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ schnell beantwortet und die Verwaltung erfreut darüber war, dass diese bis zur abschließenden Gestaltung des Kreisverkehrs vorübergehende Verschönerung umgesetzt werden konnte, ohne voneinander zu wissen.


Dr. Hans-Heiner Gotzen, Wiland Erbsch, Eva Schöpfs, Stephan Muckel



Dr. Gotzen, Wiland Erbsch, Eva Schöpfs, Stephan Muckel