Erkelenz profitiert vom "Sofortprogramm Innenstadt" 

Jetzt Chance nutzen und mit der eigenen Geschäftsidee erfolgreich werden: Dank eines Förderprogrammes vom Land Nordrhein-Westfalen können einige leerstehende Lokale in der Erkelenzer Innenstadt vorübergehend zu sehr günstigen Konditionen angemietet werden. Dadurch soll der Start für Neugründer*innen erleichtert und die Innenstadt belebter werden. Außerdem soll ein Berater den Immobilieneigentümern helfen, Leerständen entgegen zu wirken.

Mit dem "Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen 2020" stellt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen insgesamt 70 Millionen Euro zur Verfügung, um von Leerstand und Schließungen in Handel und Gastronomie betroffene Kommunen zu unterstützen. Die Stadt Erkelenz hat sich als einzige Kommune im Kreis Heinsberg erfolgreich beworben und freut sich über eine Förderung in Höhe von rund 245.000 Euro. Das Förderprogramm wurde vor dem Hintergrund der Veränderungsprozesse in den Innenstädten und der Entwicklung durch die Corona-Pandemie kurzfristig auf den Weg gebracht.

Die Stadt Erkelenz beantragte zwei Maßnahmen beim Land NRW mit einer Gesamtsumme von rund 270.000 Euro. Mit den zugesagten Mitteln wurden beide Maßnahmen bewilligt. Diese werden vom Land mit 90 Prozent gefördert. Für die Stadt Erkelenz verbleibt ein kommunaler Eigenanteil in Höhe von rund 27.000 Euro.

Gute Startbedingungen dank günstiger Miete
Ein Teil des Programms nimmt die vorübergehende Anmietung leerstehender Ladenlokale und deren Weitervermietung zu einer reduzierten Miete durch die Kommune in den Blick. Künftige Mieter müssen für eine Dauer von zwei Jahren lediglich 20 Prozent der zuvor erzielten Miete bezahlen, den Rest kann die Stadt Erkelenz dank der Landesförderung übernehmen. Ziel ist es, Leerstände abzubauen und neue Nutzungen zu etablieren. Dadurch soll Gewerbetreibenden die Möglichkeit gegeben werden, ihr Geschäftskonzept auf den Markt zu bringen sowie neue Nutzungen in den zentralen Lagen der Innenstadt zu etablieren.

Die Stadt Erkelenz hat bereits erfolgreich Kontakt zu Eigentümern leerstehender Ladenlokale aufgenommen. Zur Verfügung stehen die folgende Gewerberäume:

  1. Aachener Straße 3, 60 qm Verkaufsfläche zzgl. 30 qm Nebenfläche, Nutzungen: Einzelhandel, Versorgung, Dienstleistungen, Kultur- und Bildungsangebote
  2. Markt 16, ca.98 qm Verkaufsfläche zzgl. ca. 60 qm Kellerräume, Nutzungen: s.o.
  3. Markt 21, 107 qm Verkaufsfläche zzgl. 60 qm Lagerfläche, Nutzungen: Gastronomie
  4. Ostpromenade 6, 36 qm Verkaufsfläche zzgl. 5 qm Nebenfläche zzgl. ca. 40 qm Kellerräume, Nutzungen: Einzelhandel, Versorgung, Dienstleistungen, Kultur- Bildungsangebote
  5. Aachener Straße 7, 55 qm Verkaufsfläche zzgl. 25 qm Kellerräume, Küche, Nutzungen: s.o.
  6. Aachener Straße 54, 111 qm Verkaufsfläche zzgl. 28 qm Nebenräume

Interessensbekundungen mit einem Kurzkonzept zur Geschäftsidee und einem Businessplan nimmt Nicole Stoffels vom Erkelenzer Stadtmarketing noch bis zum 1. März 2021 gerne entgegen.

Ein bis zwei weitere leerstehende oder vom Leerstand bedrohte Geschäftsflächen werden noch gesucht (im Rahmen des bewilligten Fördervolumens). Auch hierfür ist Stoffels die richtige Ansprechpartnerin.

Beratungsangebot für Eigentümer*innen
Bei der zweiten Maßnahme werden Fördermittel für ein erweitertes „Zentrenmanagement“ bereitgestellt. „Mit der Beauftragung eines externen Büros sollen die Arbeit und die Serviceangebote des Citymanagements sowie des Erkelenzer Stadtmarketings um einen Geschäftsimmobilienberater ergänzt werden“, so Sandra Schürger, Leiterin des Amtes für Strukturwandel und Wirtschaftsförderung. Der Geschäftsimmobilienberater soll sich um die Zielgruppe der Immobilieneigentümer kümmern. Das gelte insbesondere im Hinblick auf aktuelle Themen wie die Modernisierung vorhandener Ladenflächen und Vermietungs- und Nachnutzungschancen. Er soll aber auch Ansprechpartner vor Ort bei den bevorstehenden Baustellen im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes 2030 sein.

Bürgermeister Stephan Muckel zeigt sich sehr erfreut: "Das Land NRW ermöglicht uns damit, langfristig tragbare Zielperspektiven für zentrale Stadträume zu entwickeln, die von hoher Bedeutung für die Identität und Lebendigkeit unserer Stadt sind."

Ansprechpartnerinnen:
Stadt Erkelenz
Amt für Strukturwandel und Wirtschaftsförderung
Nicole Stoffels (nicole.stoffels@erkelenz.de, Telefon 02431-85 252)
Sandra Schürger (sandra.schuerger@erkelenz.de, Telefon 02431-85 250)