Stadtkern soll neues Gesicht erhalten

Bei der Analyse des Integrierten Handlungskonzeptes wurden unter anderem für den Franziskanerplatz und den Grünring an der Westpromenade die Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Beiden Flächen mangele es an Aufenthaltsqualität und sie böten ungenutztes Potenzial.

Um die Bereiche nach den Wünschen und Kritikpunkten der Bürgerinnen und Bürger umzugestalten, wurden drei Planungsbüros beauftragt, Ideen zu entwickeln. Anschließend gab es für die Erkelenzer und Erkelenzerinnen erneut die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Aufgrund von Corona war dies jedoch in diesem Schritt nur online möglich.

Mit rund 170 Stellungnahmen/Anregungen und insgesamt über 1.000 Markierungen in Form von Zustimmung oder Ablehnung war die Beteiligung ordentlich. Es zeigten sich bei allen Ideen Vor- und Nachteile und die Anmerkungen wurden teils kontrovers diskutiert. Die große Anzahl an Beteiligung spiegelt den Slogan „Erkelenz 2030 – Meine Heimat macht Zukunft“ wider. Bei allen Vorhaben des InHK ist die Beteiligung der Öffentlichkeit ein wesentlicher Baustein.

 

Franziskanerplatz
In einem ersten Schritt sollen der Grünring an der Westpromenade und der Franziskanerplatz umgestaltet werden. Letzterer sei in den Augen der Erkelenzer und Erkelenzerinnen stark zergliedert, unattraktiv und als Vorplatz der Stadthalle nicht repräsentativ. Positiv hingegen sei unter anderem die barrierefrei nutzbare Stadthalle, die vorhandene Außengastronomie und das Angebot an Parkflächen. Der Franziskanerplatz habe eine bedeutende Verbindungsfunktion zwischen der Aachener Straße und der Innenstadt.

Bei einer Umgestaltung soll vor allem die derzeitige Nutzung berücksichtigt werden (z.B. verlegter Wochenmarkt, Lambertusmarkt), die Franziskusskulptur soll erhalten werden, Spielmöglichkeiten und Sitzplätze sollen geschaffen werden, die Gastronomie soll gestärkt und der Platz möglichst grün gestaltet werden.

 

Grünring an der Westpromenade
Auch für den Grünring an der Westpromenade wurden mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Fehlender Aufenthaltsqualität und fehlenden Verweilmöglichkeiten steht hier das Potenzial der Fläche für eine naturnahe Grünraumgestaltung gegenüber, die gut von der Innenstadt erreichbar ist und multifunktional genutzt werden könnte.

Hier wurden im Zuge der Planungen ebenfalls Anforderungen geäußert, die nun in das Konzept eingearbeitet wurden. So soll die Grünanlage begehbar gemacht und mit der Innenstadt sowie dem Ziegelweiherpark verknüpft werden. Die Stellplätze sollen optisch abgeschirmt werden und es sollen mehr Sitzmöglichkeiten eingerichtet werden. Außerdem sollen auch Barrierefreiheit und Pflegeaufwand der Bepflanzung bedacht werden.

 

Viele Anregungen – ein neues Konzept für den Förderantrag
Die Anregungen der Öffentlichkeit wurden zusammen mit den Anmerkungen der Fachämter in einem Workshop unter Beteiligung der drei Planungsbüros erörtert. Ziel waren Planungskonzepte, die möglichst alle Anforderungen erfüllen, um anschließend die Anträge zur Förderung der Umgestaltung stellen zu können. Das beauftragte Büro MWM erstellte aus den drei Entwürfen sowie den Anmerkungen eine neue skizzenhafte Konzeption, die jetzt vorgestellt wurde. Diese soll die Grundlage für die Förderanträge sein.

 

Haus- und Hofprogramm für Eigentümer
Auch an den Gebäuden in der Innenstadt soll sich etwas tun, damit sich das Erscheinungsbild des Stadtkerns von Erkelenz verbessert und aufgewertet wird. Da sich der überwiegende Teil der Gebäude nicht in öffentlichem Besitz befindet, soll mit dem Haus- und Hofprogramm ein Anreiz für Eigentümer geschaffen werden, ihre Immobilien optisch zu verbessern.

Gefördert werden kann zum Beispiel die Herrichtung der Fassaden oder auch die Begrünung und Gestaltung privater Gebäudevorflächen. Die Richtlinien zu den förderfähigen Maßnahmen erhalten Interessierte im Planungsamt der Stadt Erkelenz.

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