Förderprogramm für Klimaschutz

Fördertopf Erneuerbare Energien bereits ausgeschöpft

Im Bereich Erneuerbare Energien gibt es dabei die stärkste Nachfrage. Über 20 Anträge sind für diesen Teilbereich des Förderprogramms bei der Stadt Erkelenz eingegangen. Hauptsächlich wurden dabei Anträge für Photovoltaikanlagen gestellt. „Das Teil-Budget für Photovoltaikanlagen, Solar-Stecker-Geräte und Solarthermieanlagen ist damit aktuell ausgeschöpft“, erklärt Klimaschutzmanager Oliver Franz, „Zuschüsse für den Förderbereich Erneuerbare Energien können zurzeit nicht bewilligt werden. Damit wollen wir sicherstellen, dass auch Maßnahmen aus den Bereichen Mobilität, Bauen und Sanieren, Biodiversität und Nachhaltiger Konsum Fördermittel erhalten.

Allerdings können weiterhin Anträge für den Förderbereich Erneuerbare Energien gestellt werden. Diejenigen Anträge, die vollständig sind und die Förderbedingungen vollumfänglich erfüllen, kommen auf eine Warteliste. Sofern am Ende des Jahres noch Mittel aus den anderen Förderbereichen vorhanden sein sollten, werden die Anträge auf der Warteliste in der Reihenfolge ihres Eingangs bedient.

Mittel für vielseitige Klimaschutzmaßnahmen noch vorhanden

Derzeit werden über ein Drittel der CO2-Emissionen im Erkelenzer Stadtgebiet durch Verkehr verursacht. Die vorhandenen Gelder aus dem Förderbereich Mobilität soll Bürger*innen unterstützen, Alternativen zum Auto anzuschaffen und zu nutzen. Bisher sind acht Anträge für diesen Förderbereich eingegangen. Größtenteils wurden diese genehmigt. Fördermittel für Lastenfahrräder sowie für E-Bikes und Fahrräder, die regelmäßig genutzt werden, um Fahrten mit dem Auto zu ersetzen, sind weiterhin vorhanden.

Budget aus dem Bereich Bauen und Sanieren ist ebenfalls noch verfügbar. Bisher wurden fünf Anträge für den Tausch von Fenstern und Türen sowie von Heizungspumpen bewilligt. Auch liegen Anträge zur Förderung der Sanierung eines Bestandsgebäudes zu einem KfW-Effizienzhaus vor.

Nur zwei Anträge sind bisher für den Förderbereich Klimaanpassung und Biodiversität eingegangen. „Ich gehe davon aus, dass ab dem Frühjahr vermehrt Anträge für Dach- und Fassadenbegrünungen, für den Rückbau von Schottergärten und für Regenwasserzisternen eingehen werden“, bewertet Klimaschutzmanager Oliver Franz.

Im Bereich Nachhaltiger Konsum wurden bisher Zuschüsse für die Anschaffung von besonders energieeffizienten Haushaltsgeräten ausgezahlt. Eine Förderung von Stoffwindeln wurde bisher nicht nachgefragt.

Die Stadt Erkelenz will bis spätestens 2045 klimaneutral sein. Mit dem städtischen „Förderprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung“ sollen Maßnahmen der Bürger*innen zum Schutz des Klimas unterstützt und honoriert werden. Anträge können über die Online-Dienstleistungen der Stadt gestellt werden. Wichtig ist, dass vor der Antragsstellung die Förderrichtlinien aufmerksam gelesen und die Anträge vollständig eingereicht werden. Das vermeidet Nachforderungen und verkürzt die Bearbeitungszeit.
Im ersten Jahr stehen 45.000 Euro aus Haushaltsmitteln der Stadt Erkelenz zur Verfügung. Eine Weiterührung für die Folgejahre ist angedacht.

Best-Practice-Beispiele für nachhaltigen Konsum gesucht

„Wir wollen mit unserem Klimaschutzprogramm zeigen, dass sich alle für mehr Klimaschutz engagieren können, daher die Vielseitigkeit der Fördermöglichkeiten“, resümiert Bürgermeister Stephan Muckel. „Der Kreativität sind im Klimaschutz kaum Grenzen gesetzt. Darum prämieren wir auch die fünf besten Best-Practice-Beispiele für nachhaltigen Konsum. Ich möchte alle dazu aufrufen, sich im Bekannten- und Freundeskreis umzuschauen, ob der ein oder die andere tolle Lösungen für ein nachhaltiges Konsumverhalten gefunden hat und lebt!“
Die Bewerbungen können bis zum 30. September 2022 eingereicht werden. Anschließend wählt der Klimaschutzbeirat der Stadt fünf Beispiele aus und prämiert sie mit jeweils 300 Euro.


Alle Details zu den einzelnen Förderbereichen finden sich in den Förderrichtlinien zum Förderprogramm Klimaschutz und Klimaanpassung. Anträge können über die Online-Dienstleistungen gestellt werden.