„Grünes Band“ – erster Abschnitt fertig

Gemeinsamer Spatenstich (von links nach rechts):
Volker Mielchen (Zweckverband), die Bürgermeister Harald Zillikens (Jüchen), Jürgen Frantzen (Titz) und Peter Jansen (Erkelenz), Verbandsvorsteher Dr. Gregor Bonin und Dr. Gero Vinzelberg (RWE)

Südlich von Jüchen, in der Nähe des Vielheckerhofes, ist auf einer RWE Power gehörenden Brachfläche zwischen Grubenrandstraße und Tagebaukante auf 4.000 Quadratmetern der Grundstein für einen attraktiven Landschaftsraum sowie artgerechte Lebensräume für Tiere und Pflanzen gelegt worden.

Diesen ersten Abschnitt haben der Bauhof der Stadt Jüchen und die Abteilung Landschafts- und Naturschutz von RWE Power gemeinsam gestaltet. So wurde eine Blühwiese eingesät, Obstbäume und Hecken wurden gepflanzt sowie Nisthügel und eine Feuchtwiese mit Tümpeln angelegt. Insekten, Vögel und Kleinsäuger sollen hier ein neues Habitat finden. Nisthügel aus Lösslehm sowie ein Insektenhotel bieten Lebensraum für Wildbienen. Besucher finden auf einer Info-Tafel Informationen zum Projekt. Sitzgelegenheiten werden bis zum Sommer 2019 entlang des neuen Fußweges zur Artenschutzfläche geschaffen. Man erreicht die Fläche von der Jülicher Straße aus. Einige Parkplätze stehen an der Grubenrandstraße zur Verfügung.

Der Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler
Im Jahr 2017 gründeten die Städte Mönchengladbach, Erkelenz und Jüchen sowie die Gemeinde Titz den Zweckverband. Das Unternehmen RWE Power AG und der Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Zweckverband als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Dazu haben die Gründungsmitglieder im Jahr 2016 eine Planungswerkstatt durchgeführt. Diese mündete in einem Konzept, dem sogenannten „Drehbuch“, welches die Grundlage für alle weiteren planerischen Schritte bis zum Jahr 2035 bilden soll. Es beschreibt eine Herangehensweise an die räumliche und zeitliche Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft.

Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er die Abstimmung der gemeinsamen Planungen, die gemeinsame Weiterentwicklung der Perspektiven, die Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren und die gemeinsame Flächenentwicklung und -Bewirtschaftung durch.

 

GruenesBand Garzweiler.jpg


Das „Grüne Band“
Leitidee für das „Grüne Band“ ist, das Tagebauloch mit attraktiven und innovativen Landschafts- und Grünstrukturen sowie Wegenetzen und Freizeitstrukturen „einzupacken“. Es soll den Tagebaurand und die angrenzenden Kommunen miteinander vernetzen und stärken. Zurzeit wird durch ein vom Zweckverband beauftragtes Planungsbüro ein Leitbild für das Grüne Band erarbeitet. Dieses Leitbild soll bis Ende 2019 vorliegen und als Planungsgrundlage für weitere Projekte sowie die weitere Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft dienen.

Hier geht es zur Webseite des Zweckverbands

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