Gute Gespräche beim Immobilien-Dialog

Der Immobiliendialog im Alten Rathaus wurde von Frank Manfrahs, Berater und Dienstleister in den Bereichen Stadtmarketing und Citymanagement, moderiert. Manfrahs zeigte anhand von Impulsvorträgen, wie mit Hilfe von Citymanagement-Methoden leerstehende bzw. von Leerstand bedrohte Ladenlokale vermarktet, vermietet und belebt werden können. Eine Rolle spielen in diesem Zusammenhang die im Inneren der Immobilien vorhandenen Flächenzuschnitte und Renovierungsstände sowie die äußere Anmutung der einzelnen Geschäftshäuser. Zudem haben realistische Mietkonditionen und der Zustand eines Gebäudes einen entscheidenden Einfluss auf die Vermietbarkeit und somit auf die Vermeidung und den Rückgang von Leerständen.

Stadt Erkelenz unterstützt Eigentümer
Nicole Stoffels, Referentin bei der Stadt Erkelenz für das Thema Stadtmarketing, trug vor, in welcher Weise sie heute schon interessierten Hauseigentümern zur Verfügung steht, um eine vorübergehende oder dauerhafte Vermietung wahrscheinlicher zu machen. Dabei stellte sie auch eine weitergehende städtische Unterstützung für solche Immobilieninhaber in Aussicht, die Neumietern mit einer der Innenstadt-Entwicklung zuträglichen Geschäftsidee eine Chance geben wollen.

Aus dem Handlungskonzept „Erkelenz 2030“ wurden Möglichkeiten präsentiert, wie Eigentümer von Verbesserungs- und Verschönerungsmaßnahmen in Bezug auf ihre Immobilie profitieren können. „Erkelenz 2030“ hat das Ziel, die Stadt attraktiver zu gestalten – für die in Erkelenz wohnenden Menschen wie auch für auswärtige Besucher. Die Stadt Erkelenz will mithilfe von finanziellen Zuschüssen aus dem Bereich der nationalen Städtebauförderung Gelder im höheren zweistelligen Millionenbereich in die Hand nehmen, um die Innenstadt aufzuwerten. Wichtig sind Sanierungen, Renovierungen und Gestaltungen der Innenstadt-Immobilien.

Anna Ruppert von der „Planungsgruppe MWM“ aus Aachen stellte mit dem „Haus- und Hofprogramm“ ein konkretes Förderinstrument für Eigentümer vor. Zudem wies sie auf die Möglichkeit zur Einrichtung eines „Verfügungsfonds“ hin, mit dessen Hilfe Immobilien-Eigentümer und weitere Innenstadtakteure selber gemeinschaftlich über die Verwendung von Mitteln zur Aufwertung und Stärkung des Standortes bestimmen können.

Offener Gedankenaustausch und konkrete erste Ideen
Bürgermeister Jansen betonte, dass das Format „Immobilien-Dialog Innenstadt Erkelenz“ auf einen rundum offenen Gedankenaustausch abzielt. Er unterstrich ausdrücklich seinen Wunsch, dass sich „Vermieter mit Ideen, Meinungen, Kritik und Wünschen einbringen, sei es ganz konkret zum Thema Immobilien oder auch zum gesamten Entwicklungsprozess für unsere schöne Stadtmitte“.

Die Teilnehmer des Abends nahmen diese Einladung dankend an und lobten sowohl die Idee zur Ausrichtung eines Immobilien-Forums als auch die in dessen Verlauf vermittelten vielen hilfreichen Informationen. Bei den sich jeweils an die einzelnen Vorträge anschließenden Diskussionsrunden wünschten sich die Anwesenden neben vielen anderen Aspekten insbesondere eine wirksame Herangehensweise der Stadtverwaltung gegenüber Eigentümern, die ihre Immobilien sichtbar verfallen lassen und damit das gesamte jeweilige Umfeld schädigen. Zudem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die im Rahmen von „Erkelenz 2030“ geplante klare Profilbildung für die Innenstadt dringlich sei, damit auswärtige potentielle Mietinteressenten ein klares Bild davon bekommen, ob das Zentrum „die richtige Adresse“ für ihre Geschäftsansiedlung sein könnte.

Betont wurde auch, dass viele Besucher die Innenstadt schön fänden; dieser Umstand müsse mehr als bisher genutzt werden, in dem der Standort weiter optisch aufgewertet und selbstbewusster vermarktet wird. Als konkretes Beispiel für einen gestalterischen Verbesserungsbedarf wurde der kühl anmutende und abweisend wirkende Bahnhofsvorplatz genannt.

Ausblick: Wie geht´s (gemeinsam) weiter?
Einig waren sich alle Beteiligten darüber, dass der nun erfolgreich begonnene Immobilien-Dialog fortgesetzt werden soll. Frank Manfrahs soll hier weiter unterstützend für das Stadtmarketing Erkelenz tätig sein und der zuständigen Referentin Nicole Stoffels mit Rat und Tat zur Seite stehen. Über das weitere konkrete Vorgehen werden alle Immobilien-Eigentümer zeitnah informiert.

Foto: Stadt Erkelenz, Nicole Stoffels

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