Jugendhilfeausschuss hat getagt

Nachdem in den vergangenen Jahren der zahlenmäßige Ausbau der Kindertagesbetreuung im Mittelpunkt stand, führen Geburtenrückgänge der kommenden Kita-Jahrgänge sowie ein verändertes Nachfrageverhalten der Eltern dazu, dass ein weiterer Ausbau derzeit nur punktuell erforderlich ist.

Für Kinder ab drei Jahren besteht ein gesetzlicher Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Für das Kindergartenjahr 2026/27 stehen im Stadtgebiet insgesamt 1.349 Betreuungsplätze für diese Altersgruppe zur Verfügung. Der voraussichtliche Bedarf liegt nach aktuellen Berechnungen in den nächsten fünf Jahren zwischen 1.174 und 1.341 Kindern, sodass ausreichend Kapazitäten vorhanden sind.
Dadurch können Überbelegungen, die in den vergangenen Jahren teilweise notwendig waren, in den meisten Einrichtungen reduziert oder vollständig abgebaut werden. Dies wird die pädagogischen Fachkräfte entlasten und zugleich die Betreuungsqualität verbessern.

Für Kinder zwischen 0 und 3 Jahren stehen im kommenden Kindergartenjahr insgesamt 448 Betreuungsplätze zur Verfügung. Davon entfallen 333 Plätze auf Kindertageseinrichtungen und 115 Plätze auf die Kindertagespflege, die insbesondere für Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren ein flexibles und familiennahes Betreuungsangebot bietet.
Bezogen auf alle drei Jahrgänge wird damit eine Versorgungsquote von rund 40 Prozent erreicht. Das langfristige Ziel der Stadt liegt bei einer Quote von 50 Prozent. Betrachtet man ausschließlich Kinder ab einem Jahr – was andere Kommunen ausschließlich machen – liegt die Versorgungsquote bereits bei 61 Prozent.

Um die Betreuungssituation langfristig stabil zu halten und gleichzeitig die Qualität weiter zu verbessern, plant die Stadt Erkelenz den weiteren Abbau von Überbelegungen sowie die schrittweise Umwandlung von Betreuungsplätzen für Kinder über drei Jahren in zusätzliche Plätze für Kinder unter drei Jahren.

Darüber hinaus sollen weitere (Groß-)Tagespflegestellen insbesondere in den Ortsteilen Granterath/Hetzerath, Venrath sowie Golkrath/Gerderath eingerichtet werden. Die Stadt setzt außerdem weiterhin auf eine enge Zusammenarbeit mit den Tagespflegepersonen und arbeitet an der qualitativen Weiterentwicklung dieses Betreuungsbereichs.