Die Prüfung fand vor den Augen des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Günter Paulzen sowie des stellvertretenden Leiters der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz, Ingo Rolfs, statt. Beide überzeugten sich von dem hohen Ausbildungsstand der jungen Feuerwehrangehörigen.
Der erfolgreiche Abschluss ist das Ergebnis einer intensiven und umfassenden Ausbildung. Insgesamt absolvierte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer rund 220 Ausbildungsstunden. Diese Leistung ist besonders erwähnenswert, da die Einsatzkräfte ihren Dienst für die Feuerwehr der Stadt Erkelenz
ausschließlich ehrenamtlich ausführen und die Ausbildungsmodule nach dem regulären Arbeitstag in den späten Abendstunden und am Wochenende stattfanden.
Neben den theoretischen Grundlagen standen insbesondere praktische Übungen im Bereich Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Fahrzeug und Gerätekunde, die Handhabung des Digitalfunks sowie die Erste-Hilfe-Ausbildung zur Versorgung von Verletzten und Erkrankten auf dem Ausbildungsplan. Damit verfügen die neuen Einsatzkräfte über das notwendige Fundament für ihren zukünftigen Dienst in den Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz.
Der überwiegende Teil der Lehrgangsteilnehmenden wurde auch zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Dies stellt die Grundbefähigung dar, um Brände im Inneren von Gebäuden zu bekämpfen und in Gefahrensituationen vorzugehen, in denen mit Atemgiften zu rechnen ist. Hierfür wurden von den
Teilnehmenden weitere 50 Ausbildungsstunden geleistet.
Zu den ersten Gratulanten zählte der Leiter des Rechts- und Ordnungsamtes, Thomas Steinbusch, als Vertreter der Stadt Erkelenz. Gemeinsam mit den Führungskräften der Löscheinheiten der Erkelenzer Feuerwehr würdigte er die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen und dankte ihnen für ihre Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einzusetzen.
In ihren Grußworten hoben die Verantwortlichen die Bedeutung einer gut ausgebildeten und engagierten Feuerwehr hervor. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen im Einsatzdienst sei die qualifizierte Ausbildung eine unverzichtbare Grundlage für den Schutz der Bevölkerung.
Der Dank galt auch dem Ausbilderteam der Feuerwehr der Stadt Erkelenz. Auch hier wird Jahr für Jahr fast ausschließlich ehrenamtlich der Grundstein für eine funktionierende Feuerwehr gelegt.
Erneut konnte die gute Zusammenarbeit bei der Ausbildung mit den Nachbarkommunen Wassenberg und Wegberg untermauert werden. In der Erkelenzer Grundausbildung wurde in diesem Ausbildungszyklus eine Feuerwehrkameradin aus Wassenberg mit ausgebildet. Im Gegenzug nehmen immer wieder auch angehende Einsatzkräfte der Feuerwehr Erkelenz an den Grundausbildungslehrgängen der Feuerwehren Wassenberg und Wegberg teil.
Einen ganzen Ausbildungstag konnten die Teilnehmenden in diesem Jahr erneut am Übungsturm der Feuerwehr Wegberg verbringen. Hier wurde insbesondere das Sichern in absturzgefährdeten Bereichen und das Selbstretten aus höher gelegenen Geschossen geübt. Durch diese Kooperation lässt sich die Ausbildung der Einsatzkräfte deutlich effektiver gestalten und es fördert nebenbei auch die Vernetzung der Einsatzkräfte in der Region. Diese Synergien sind für eine effektive Gefahrenabwehr insbesondere bei größeren Einsatzlagen sehr hilfreich.
Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Erkelenz, Ingo Rolfs, überreichte allen Kameradinnen und Kameraden ihre Teilnahmebescheinigungen über die erfolgreich absolvierte Grundausbildung und motivierte die jungen Nachwuchskräfte an die erbrachten Leistungen anzuknüpfen und sich in weiteren Lehrgängen aus- und weiterzubilden. Zum Abschluss wünschte er allen Kameradinnen und Kameraden stets eine sichere und gesunde Rückkehr aus allen Einsätzen.


