Zahlreiche leerstehende Kirchengebäude
Bei der Eröffnung erläuterte Kurator Felix Hemmers ausführlich die Hintergründe der Ausstellung, die seit einigen Jahren durch das Land tourt. Zwischen 30 und 50 Prozent der Kirchengebäude in Deutschland werden nach Angaben von Baukultur NRW in den kommenden Jahrzehnten leer stehen. Von den ungefähr 6.000 Kirchen in NRW fallen also bis zu 3.000 aus der bisherigen Nutzung. Gezeigt werden in der Ausstellung 27 Beispiele für umgenutzte Kirchen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Verschiedene filmisch aufbereitete Statements beleuchten dabei aus unterschiedlichen Perspektiven anschaulich einzelne Aspekte, die bei der Umsetzung von Projekten zu berücksichtigen sind.
Besondere Orte für besondere Nutzungen
Den Begriff der vierten Orte greift der Titel der Ausstellung aufgrund der besonderen Eigenschaften auf, den Kirchengebäude haben: Neben erstem Ort (Zuhause), zweiten (Arbeitsstätte) und dritten Orten (Freizeit und Unterhaltung) können Kirchengebäude wegen ihrer besonderen Architektur und Bedeutung für die Menschen möglicherweise eine neue Bedeutung durch neue Nutzungskonzepte erhalten – so die Idee.
Baukultur Nordrhein-Westfalen ist ein gemeinnütziger Verein und initiiert, organisiert und kommuniziert seit dem Jahr 2020 aktuelle, baukulturell bedeutsame Themen aus Architektur, Stadt- und Landschaftsentwicklung, Ingenieurkunst sowie Bau- und Planungsprozessen. Vermittelt werden diese in die Zivilgesellschaft, Politik, Bildung, Wirtschaft, Kultur und Fachöffentlichkeit.
Kirche als Vierte Orte: Ausstellung von Baukultur Nordrhein-Westfalen e.V.
In Zusammenarbeit mit Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler
Kirche Heilig Kreuz, An St. Kreuz 8, Alt-Keyenberg, Erkelenz
Geöffnet 12. August bis 13. September 2026
Jeweils mittwochs 15 bis 18 Uhr, samstags 13 bis 18 Uhr
Tag des offenen Denkmals, 13. September 13 bis 18 Uhr
Eintritt frei
Weitere Informationen:
www.baukultur.nrw/artikel/kirchen-als-vierte-orte-in-der-heilig-kreuz-kirche-in-keyenberg


