Ab den 1970er Jahren hatte die Familie Lahey die ehemalige Mülldeponie zwischen Kückhoven und Holzweiler kostenlos von der Stadt Erkelenz gepachtet. Zunächst war sie als Tannenbaumplantage genutzt worden, später wurde das Gelände als Natur- und Freizeitpark ausgebaut.
Seit 2013 ist der ehemalige Park geschlossen gewesen. Bauzäune hatten den Zugang versperrt, da sich Gebäude in einem stark beschädigten Zustand befanden und das Gelände nicht gefahrlos betreten werden konnte. „Der ehemalige Park ist als ‚Lost Place‘ dennoch illegal betreten worden“, berichtet Technischer Beigeordneter Martin Fauck. „Um als Eigentümer der Fläche unserer Verkehrssicherungsplicht nachzukommen, gab es zwei Optionen: immer wieder den Bauzaun kontrollieren und ausbessern oder das Gelände renaturieren und im Gesamten wieder zugänglich machen.“ Die Stadt Erkelenz entschied sich für den vollständigen Rückbau der nicht verkehrssicheren Gebäude und Anlagen auf der Fläche, da sich dies langfristig als wirtschaftlicher darstellt.
Im vergangenen Sommer hat die Stadt Erkelenz mit einem externen Büro, das sich auf die nachhaltige Wiederherstellung von belasteten Grundstücken spezialisiert hat, ein Abriss- und Entsorgungskonzept erstellt und die Renaturierung geplant. Dazu wurden unter anderem Schadstoffanalysen vorgenommen.

Im Dezember 2025 begannen die Rückbauarbeiten durch ein beauftragtes Unternehmen. 15 Gebäude, darunter das Eingangs- und Kassenhaus, eine Cafeteria, ein WC-Gebäude, ein Tropenhaus, ein Steinzeithaus und ein Werkstatthof mit einem Glashaus wurden abgerissen. Zusätzlich wurden Stallungen und Gehege, Zaungeflechte, Wasserbecken sowie künstlich angelegte Wasserläufe und Teiche entfernt. Mehr als 15 Tonnen Sperrmüll sowie zahlreiche LKW-Ladungen voller Bauschutt wurden geborgen.
Die Arbeiten fanden in intensiver Abstimmung mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie dem Amt für Umwelt und Verkehrsplanung, Natur und Landschaft des Kreises Heinsberg statt. Alle Maßnahmen wurden von einem sachverständigen externen Artenschutzbeauftragten begleitet.
Ende März wurden die Arbeiten durch die Stadt Erkelenz abgenommen und die Bauzäune entfernt. Weitergehende Maßnahmen sind auf dem Gelände nicht geplant.


