Das Tiefbauamt der Stadt Erkelenz hat im Zuge einer Routinekontrolle unverzüglichen Handlungsbedarf am rund 120 Meter langen Abwasserkanal sowie an den vier dazugehörenden Schächten festgestellt. Der Kanal ist stark erodiert, die Rohrstatik gefährdet.
Unklar ist, wie lange der Schaden bereits besteht und inwiefern der Untergrund ausgespült ist. Um Gefahren zu vermeiden, ist der Wirtschaftsweg abgesperrt worden.
Aufgrund der bestehenden Gefahrenlage hat die Verwaltung im Rahmen eines Dringlichkeitsbeschlusses entschieden, bereits in der kommenden Woche mit den Arbeiten zu beginnen: der Abwasserkanal muss vollständig erneuert und die Schächte müssen saniert werden.
Über 400 Kilometer Abwasserkanal befinden sich unterirdisch im Stadtgebiet. Trotz jährlich stattfindender, kontinuierlicher Kontrollen wird deshalb nur etwa alle zwölf Jahre ein Blick in denselben Kanal geworfen. Bei der Inspektion wird stets geprüft, wie gut der Kanal Abwasser abtransportieren kann und ob Risse oder undichte Stellen vorhanden sind. Üblicherweise werden Kanäle auf Basis der Inspektion in Schadensklassen eingeteilt und Sanierungsmaßnahmen des Kanalnetzes im Rahmen eines mehrjährigen Konzepts priorisiert.
Zuletzt wurde der betroffene Abwasserkanal 2017 inspiziert. Dringlicher Sanierungsbedarf ist aus den Ergebnissen der damaligen Kontrolle nicht abgeleitet worden.


